Quantensprung beim Armbrustschiessen!

ES WIRD EINFACHER!

Eine hochdotierte Arbeitsgruppe (AG) eidgenössisch bekannter Armbrustschützen hat in den vergangenen 12 Monaten die Entwicklung des Armbrustschiessens in der Schweiz analysiert. Der Verbandsspitze ist ebensowenig wie den einzelnen Sektionen, welche regelmässig Schützenfeste organisieren, entgangen, wie stark die Teilnehmerzahlen in letzter Zeit stetig zurückgegangen sind.

Dabei ist der AG u.a. in vielen Gesprächen vor Augen geführt worden, wie trainingsintensiv und anspruchsvoll im Grunde das kniend freie Schiessen mit einem solch recht schwerem Sportgerät - im Vergleich zu anderen Schiesssportarten (Kleinkaliber/Luftgewehr aufgelegt) - ist.

Zweifelsohne hängt der Erfolg immer ab von regelmässigem Training - ist bei anderen Schiesssportarten auch so. Das Armbrustschiessen im Besonderen stellt jedoch an Schiessstellung (kniend frei), Zielvorgang (Diopter/Ringkorn, dazu noch besondere Wasserwaage wegen Verkanten) und vorallem schiessfertig machen der Waffe (Bogen spannen) erhebliche Ansprüche, was i.d.R. längere Einführungszeiten erfordert. Genau letztere Punkte hat die AG nun überdacht. Und sie ist fündig geworden:

Ab 1. Januar 2020 wird - für eine Versuchsphase von 3 Jahren - das Aufgelegt-Schiessen für alle Teilnehmende/Altersgruppen eingeführt. Bis 59 Jahre lautet die Stellung kniend/aufgelegt, ab dem 60. Altersjahr gilt sitzend/aufgelegt. Schiessende dürfen keine Hilfe von aussen beanspruchen, heisst das, das Spannen der Waffe muss durch Schützen/Schützin selbständig erfolgen.

Bis auf wenige Disziplinen (Finals, internationales Matchschiessen mit den entsprechenden Trainingseinheiten, besondere Gruppenwettkämpfe) gilt diese neue Regelung für alle Schiessanlässe im Inland.